Expertenkurs: Kinderschutz & Sexuell Übergriffiges Verhalten bei Kindern – Sensibel erkennen, sicher handeln

Veranstaltungsnummer:
ABKE
Veranstaltungsart:
Blended-Learning
Dauer:
52 Stunde(n)
Niveau:
Basiswissen

Inhalt

Expertenkurs für Kinderschutzfachkräfte: Sexuell Übergriffiges Verhalten bei Kindern – Sensibel erkennen, sicher handeln

Kinderschutzfachkräfte stehen oft vor der Herausforderung, sexuell auffälliges Verhalten von Kindern richtig einzuordnen. Die allgemeine Ausbildung vermittelt zwar Grundwissen zum Kinderschutz, doch spezialisierte Themen wie kindliche Sexualentwicklung, sexuelle Übergriffe unter Kindern und der Umgang mit betroffenen Kindern und deren Familien werden oft nur oberflächlich behandelt.

Genau hier setzt diese spezialisierte Weiterbildung an. Denn ein allgemeiner Überblick reicht bei diesen komplexen Themen nicht aus! In diesem Expertenkurs erwerben Sie das notwendige Fachwissen, um Situationen differenziert zu bewerten, Kolleg*innen professionell zu beraten und traumainformiert mit Kindern, Eltern und dem gesamten Umfeld umzugehen.
Schützen. Verstehen. Handeln.

Ablauf

Modul 1: Kinderschutz & Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit

In diesem Modul lernen die Teilnehmenden, die Entwicklungsschritte der kindlichen Sexualität zu verstehen und zwischen altersgerechtem Verhalten und problematischen Auffälligkeiten zu unterscheiden. Es wird erläutert, wie Fachkräfte das sexuelle Verhalten von Kindern sicher einordnen können, wann es altersgemäß ist und wann es auf problematische Auffälligkeiten hindeutet. Dabei werden die Unterschiede zwischen gesunder Neugier, Grenzverletzungen und sexualisiertem Verhalten verdeutlicht. Ein besonderer Fokus liegt auf der traumasensiblen Sexualpädagogik, um Kindern mit respektvollem und einfühlsamem Verhalten zu begegnen und in schwierigen Situationen professionell zu handeln. Die Teilnehmenden erhalten wertvolle Einblicke, wie sie auffälliges Verhalten richtig einschätzen und geeignete Interventionen einleiten können.


Inhalte

Entwicklungsschritte der kindlichen Sexualität: Was ist altersgemäß, was nicht?
Unterschiede zwischen gesunder Neugier, Grenzverletzungen und sexualisiertem Verhalten
Traumasensible Sexualpädagogik: Wie Fachkräfte Kindern respektvoll und einfühlsam begegnen
Erkennung und Einordnung von Auffälligkeiten im Bereich Sexualverhalten
Präventive und präzisierende Methoden für die Arbeit mit Kindern


Modul 2: Erkennen & Einordnen von sexuellen Grenzverletzungen

In diesem Modul fokussieren wir uns auf sexuelle Übergriffe unter Kindern und wie Fachkräfte diese erkennen und angemessen darauf reagieren können. Es wird erläutert, wie sich Grenzverletzungen von harmlosen, altersgemäßen Verhalten unterscheiden und wie “gekippte” Situationen, in denen ein Kind in eine sexualisierte Rolle gedrängt wird, entstehen können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Verständnis der Dynamiken und Muster sexueller Übergriffe unter Kindern, damit Fachkräfte schnell und professionell einschätzen können, ob ein Vorfall eine ernsthafte Intervention erfordert. Die Teilnehmenden werden mit praktischen Handlungsmöglichkeiten und Konzepten ausgestattet, die ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen und Übergriffen unter Kindern geben.


Inhalte

Erkennen von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen unter Kindern
“Gekippte” Situationen: Wann aus kindlicher Neugier missbräuchliches Verhalten wird
Dynamiken und Muster sexueller Übergriffe unter Kindern verstehen
Interventionsmöglichkeiten: Wie reagiere ich sicher und richtig als Fachkraft?
Fallbeispiele und praxisorientierte Übungen.

Modul 3 Intervention & Gesprächsführung in Krisensituationen

Dieses Modul setzt sich intensiv mit dem Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder auseinander und beleuchtet sowohl die Täter*innen-Strukturen als auch die institutionellen Pflichten der Fachkräfte. Wir gehen den Fragen nach: Wer sind die Täter*innen? Wie können Fachkräfte typische Strategien von Täter*innen erkennen und verhindern? Ein zentrales Thema ist die Erkennung von betroffenen Kindern und die richtige Handhabung von Verdachtsmomenten. Außerdem wird vermittelt, wie Fachkräfte in der Praxis sicherstellen, dass sie rechtlich korrekt handeln und wie sie Eltern und externe Institutionen in den Schutzprozess einbinden. Die institutionelle Verantwortung in Bezug auf Kinderschutz wird hier ebenso behandelt wie die Rolle der Fachkräfte in der Prävention und Intervention.


Inhalte

Zahlen, Daten, Fakten: Wer sind die Täterinnen? Typische **Strategien von Täterinnen** erkennen
Erkennungsmerkmale von betroffenen Kindern: Wie erkenne ich die Zeichen von sexueller Gewalt?
Institutioneller Kinderschutz: Wer muss informiert werden? Wann und wie werden Eltern einbezogen?
Rechtliche Pflichten und Verantwortlichkeiten bei Verdachtsmomenten
Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Wie arbeiten Fachkräfte mit Jugendämtern, Polizei und anderen Institutionen zusammen?

Modul 4: Umsetzung von Präventions- und Interventionskonzepten in der Praxis

Im letzten Modul geht es um traumasensible Gesprächsführung und Prävention im Kinderschutz. Wir erarbeiten, wie Fachkräfte sensibel und sicher mit Kindern, Eltern und Kolleg*innen in schwierigen Situationen sprechen können, um Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig die notwendigen Informationen zu erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prävention sexualisierter Gewalt durch die Implementierung von Schutzkonzepten innerhalb von Teams und Einrichtungen. Die Teilnehmenden erhalten praxisorientierte Tipps, wie sie präventive Maßnahmen in ihrer Einrichtung etablieren können, um den Schutz von Kindern nachhaltig zu gewährleisten. Zudem wird die Aufarbeitung von schwierigen Themen innerhalb von Teams thematisiert, um eine ganzheitliche Präventionskultur zu fördern.


Inhalte

Traumasensible Gesprächsführung mit Kindern, Eltern und Fachkräften
Aufarbeitung innerhalb von Teams: Wie spreche ich über Vorfälle ohne Retraumatisierung?
Implementierung von Schutzkonzepten: Praktische Umsetzung in der Einrichtung
Prävention von sexueller Gewalt durch klare Strukturen und Präventionsstrategien
Sensible Reflexion der eigenen Verantwortung als Fachkraft

Voraussetzungen

Erzieherische Grundqualifikation, pädagogischer Abschluss

Arbeitsfelder

Schule, Kindertageseinrichtung, Ambulante Kinder- und Jugendhilfe, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Stationäre Einrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe

Sonstiges

Termine:
22. - 23- September 2025
03. - 04- November 2025
04. - 05. Dezember 2025
19.- 20. Januar 2026

Veranstaltung auf Anfrage: Nein
Datum: Uhrzeit: 9:30 - 16:00 Uhr
Datum: Uhrzeit: 9:30 - 16:00 Uhr
Datum: Uhrzeit: 9:30 - 16:00 Uhr
Datum: Uhrzeit: 9:30 - 16:00 Uhr
Referent*innen: Inga Fielenbach
Teilnehmeranzahl: 10 - 16

Anmeldung
Website: https://www.ingafielenbach.de/expertenkurs-kinderschutz/
E-Mail: praxis@ingafielenbach.de
Ansprechpartner*in: praxis@ingafielenbach.de